Pferdesportregion Harzvorland e.V.  -
gemeinsam erfolgreich

Quo vadis Turniersport?

Ein Wandel der Zeit ist auch im Turniersport festzustellen. Sind die großen Turniere, wie Aachen schon oft ein Jahr im Voraus fast ausverkauft, kämpfen die ländlichen Turniere um jeden Zuschauer. Selbst freier Eintritt lockt immer weniger Besucher zu den Veranstaltungen. Die kleineren Turniere kämpfen ums Überleben.

Die Ursachen dafür sind bestimmt vielfältig. So hat generell ein Umdenken in der Bevölkerung stattgefunden. Vereine sind nicht mehr überall erste Wahl und mit ehrenamtlicher Arbeit möchten sich viele auch nicht belasten. Die Reizüberflutung und Veranstaltungsdichte trägt ein Übriges dazu bei.

Einen großen Anteil am Gelingen eines Turnieres  haben aber auch die Reiter selbst - vielleicht unbewusst. So ist aktuell zu beobachten, dass von den genannten Reitern teilweise weniger als die Hälfte an den Start gehen. Geht man von einer Dressurprüfung mit 30 Nennungen aus, heißt das, ca. 1,5 Stunden weniger Programm = Leerlauf und Langeweile für den interessierten Zuschauer. Weniger Zuschauer heißt aber auch: Weniger Sponsoren, weniger Einnahmen.

Für den Veranstalter hier verlässliche Zeiteinteilungen zu erstellen - quasi unmöglich. Darunter leiden dann allerdings auch wieder die Reiter und sind unzufrieden.

Die kleinen Turniere sind jedoch ein wichtiger Baustein im Reitsport und in der Ausbildung. Ohne klares Ziel, ist es schwer, im Bereich der Nachwuchsarbeit Motivation zu schaffen und welcher Reiter hat keine schönen Erinnerungen an seine ersten Schleifen?

Es sind also alle gefordert, wieder mehr an die Gemeinschaft zu denken und die kleinen Turniere zu unterstützen. Wer genannt hat, sollte auch reiten. Dann haben wir auch in der Zukunft noch die Möglichkeit, unser Training mit einem Turnierbesuch zu krönen.


Springlehrgang auf dem Hofgut Herzogsberge

Am 9. und 10. März trafen sich zahlreiche Springreiter aus der Region auf dem Hofgut Herzogsberge zu einem Springlehrgang mit Pferdewirtschaftsmeister und Bewegungstrainer EM Franz Bormann.

Die 23 x 66m große und lichtdurchflutete Reithalle von Anlagenbesitzer Rolf Trute bot hervorragende Bedingungen für alle Teilnehmer. Organisator Manfred Prenzel hatte jeweils 3 Reiter mit ähnlichem Niveau in den einzelnen Gruppen von A - S zusammengestellt. Dadurch konnte sehr zielgerichtet auf jeden Teilnehmer eingegangen werden.

Der Schwerpunkt dieses Lehrgangs lag ganz klar auf der Verbesserung und Einwirkung des Reitersitzes. Ganz nach dem Motto: Schon kleinste Veränderungen können Großes bewirken! So wurden die Reiter mit „Antennen“ und „Laiserpointern“ auf den Reitkappen ausgestattet, um zielgerichtetes Schauen zu erarbeiten und somit das Körpergefühl und Gleichgewicht von Pferd und Reiter zu schulen. Schnell war zu erkennen, dass sich die Losgelassenheit und das Taktgefühl deutlich verbesserten. Erst dann wurden kleine gymnastizierende Hindernisaufgaben überwunden. Präzise Ausführung und schnelle, feine Einwirkung schon in der Landung wurden von Franz Bormann aufmerksam beobachtet und eingefordert. Die Höhe der Hindernisse spielte in diesen Übungen keine Rolle. Einzig die Korrektheit der Ausführung war entscheidend.

Wie wichtig dieses Erarbeitete war, wurde spätestens am Sonntag im abschließenden anspruchsvollen Parcours deutlich. Dieser wurde von allen Teilnehmern hervorragend bewältigt.

Die Teilnehmer waren begeistert und auch Franz Bormann zeigte sich super zufrieden: „Das hat richtig Spaß gemacht! Tolle Halle und Hindernisse, super Boden, gleichmäßige Gruppen mit lernwilligen Reitern, einfach klasse!“, waren seine abschließenden Worte.

So verpflichtete Rolf Trute dann auch spontan Franz Bormann für das nächste Jahr am 07.+ 08.03.2020 für die Fortsetzung dieses Lehrgangs auf dem Hofgut Herzogsberge.

Ein Foto vom Lehrgang findet ihr hier:


Kreisreiterverband Wolfenbüttel gibt klare Richtung vor

Ein klares Bekenntnis zur neuen PSR-Harzvorland lieferte die Delegiertenversammlung des Kreisreiterverbandes Wolfenbüttel und koppelte dies mit dem klaren Auftrag an den Vorstand, die Auflösung des KRV.-WF zum 31.12.2019 vorzubereiten. Der Vorsitzende des Kreisreiterverbandes Erich Zopp erläuterte den Vereinsvertretern in seinem Bericht die aktuelle Situation des Kreisreiterverbandes und erhielt nach dem Bericht der Kassenprüfer die einstimmige Entlastung. Es wurde einmal mehr die schwierige Situation des Kreisreiterverbandes deutlich und zeigte die Notwendigkeit des Wandels. Ergänzt wurde der Bericht um Hinweise zu Veranstaltungen und Lehrgangen der PSR-Harzvorland, dan denen bereits Pferdesportler des Verbandes aktiv und erfolgreicht teilgenommen haben.