Pferdesportregion Harzvorland e.V.  -
gemeinsam erfolgreich

Überregionale Meisterschaft im Distanzreiten

Der Verein der deutschen Distanzreiter und – fahrer ist national organisiert. Das Vereinsbudget sieht keinen Posten für regionale Meisterschaften vor. Die wenigsten haben jedoch die Möglichkeit an einem nationalen Championat, also der Deutschen Meisterschaft, teilzunehmen.

Möchte man sich nun im kleineren Rahmen messen, etwa eine Kreis- oder Bezirksmeisterschaft ausrichten, so muss man sich einen regionalen Sponsor suchen.

Es freut uns sehr, dass wir im FourSide Hotel Braunschweig einen Sponsor finden konnten, der die an die FN angegliederten Reitvereine bei entsprechenden Meisterschaften in den klassischen Disziplinen wie Dressur, Vielseitigkeit und Springen bereits unterstützt. Der Distanzsport fällt hier in den Bereich des Breitensports.

Nach der Neuorganisation des alten Bezirkspferdesportverbandes Braunschweig konnten dieses Jahr Reiter/Innen teilnehmen, welche Stammmitglied eines Reitvereins sind, welcher einem der drei Regionalverbände angegliedert ist:

Pferdesportverband Südniedersachsen

Pferdesportregion Aller-Oker

Pferdesportregion Harzvorland

Ein herzliches Dankeschön an den Sponsor, das FourSide Hotel Braunschweig, für die Stellung der wunderhübschen Preise.

Distanzreiter sind etwas bunter als konventionelle Turnierreiter. Oftmals ließt man Verkaufsanzeigen in der „Szene“: „Verkaufe wegen Farbumstellung…“. Um so erfreulicher, dass die Decke dem Siegerpferd Aylaa, ein 168 cm großer Hannoveraner, nicht nur in der Länge passt – der disziplintypische Araber ist eher zierlicher und kleiner gebaut - sondern auch ins Farbkonzept der Besitzerin und Siegerin, Lena Wüstefeld.

Lena und Aylaa sammelten auf 4 von 5 Veranstaltungen in 5 Wettbewerben fleißig Kilometer- und Platzierungspunkte und waren zum Ende hin nicht mehr einholbar.

Währen der laufenden Saison erritt sich das Paar die nächst höhere Qualifikationsstufe, welche für lange Distanzritte ab 81-119km erforderlich ist, und ging bei der Weserbergland Distanz, den finalen Ritt der Meisterschaft, zum ersten Mal einen langen Distanzritt, den sie in der Wertung auf Platz eins beenden konnten.

Die Vizemeisterin sattelte ebenfalls ein eher untypisches Distanzpferd: Otis 23 ist ein 146cm großes Fjordpferd, aber wenn er läuft, dann läuft er und das nicht langsam. Bei der Kranzdistanz in Förste belegte das Paar Platz zwei über 68 km und in Echte belegten sie Platz eins über 48km. Bei dem Finale in Scheden gingen sie über 61km an den Start und belegten auch hier den ersten Platz mit einem Durchschnittstempo von T 4,5 was 13,3 km/h entspricht.

Der dritte Platz ging an Katharina-Ruth Meyer mit ihrem distanztypischen Pferd Maciek, einem 142cm großen Araber. Maciek und seine Reiterin bestritten „nur“ zwei Wettbewerbe, darunter allerdings einen langen Distanzritt über 98 km und belegten dabei Platz eins. Damit sicherten sie sich knapp den Vorsprung vor ihren Verfolgern, die Wettbewerbe über kurze (41-60km) und mittlere Distanzen (61-80km) absolvierten. Das Finale konnte das Paar leider nicht mitreiten, daher ist Maciek nicht auf dem Foto zu sehen.

Herzlichen Glückwunsch der Siegerin und allen Platzierten.

Ergebnisse

1. Lena Wüstefeld mit Aylaa, RuF Oldershausen Altes Amt, 453 Punkte

2. Lena Skopek mit Otis 23, RV SG Bad Grund, 246 Punkte

3. Katharina-Ruth Meyer mit Maciek, RV Holzerode, 159 Punkte

4. Katharina Strauß mit Calcetina, RuF Hattorf a.H., 156 Punkte

5. Tanja Wachsmut mit Gypsy, RV SG Bad Grund, 148 Punkte

6. Victoria-Elisabeth Jörns mit Lieselotte 33, RuF Hohenhameln und Umbebung, 87 Punkte

7. Eleorora Gecius mit MIB Desteny, RV Billingshausen, 68 Punkte

7. Kerstin Heisig mit MK Monsum, RV Billingshausen, 68 Punkte

9. Tanja Wachsmut mit Dawinya, RV SG Bad Grund, 40 Punkte

9. Astrid Overbeck mit Gypsy, RuF Oldershausen Altes Amt, 40 Punkte


98 km in knapp 7 Stunden

7. Altämter Distanzritt wieder ein voller Erfolg

Am vergangenen Wochenende folgten rund 50 Distanzreiter der Einladung des Reit- und Fahrvereins Oldershausen Altes Amt e.V. zum 7. Altämter Distanzritt. Um die Strecken von 98, 73, 48, 33 und 8 Kilometer zu reiten und zu fahren, reisten die Teilnehmer unter anderem aus Hamburg, Berlin, Leipzig und Bielefeld an.

Am Samstagmorgen ab 7 Uhr gingen die ersten Fahrer und Reiter bei schon um diese Zeit sehr warmen Temperaturen auf die lange Strecke, die von Echte nach Badenhausen führte. Hier war die erste Pulskontrolle für die Pferde, bevor es weiter ging Richtung Osterode und zurück nach Badenhausen zur ersten Pause und einer weiteren Tierarztkontrolle. Diese Runde durften die Langstreckenfahrer und -Reiter nochmals absolvieren, bevor es nach einer weiteren Kontrolle der Pferde und Pause in Badenhausen Richtung Heimat nach Echte ging. Eine weitere Pause und Tierarztkontrolle wurde in Westerhof durchgeführt, dann führten die letzten 16 Kilometer durch die Klosterforst über Imbshausen zurück nach Echte. Das anspruchsvolle Geläuf und das schwülwarme Wetter forderte von den Reitern und Fahrern viel Einfühlungsvermögen, die Pferde nicht zu überfordern. Nach sechs Stunden und 58 Minuten (14,07 km/h) reiner Fahrzeit erreichte Manfred Wanitschka mit seiner erst achtjährigen Traberstute Astoria das Ziel. Dem Pferd seiner Konkurrentin Christina Böker machten die Berge und das Wetter zu schaffen. Es wurde von den Tierärzten im Ziel auf Grund metabolischer Probleme aus dem Rennen genommen.

Das war an diesem Tag kein Einzelfall. Von 14 Startern auf der 73 Kilometer-Strecke fielen fünf Teilnehmer aus. Anne Wegner und die erst 12jährige Sarah Kraus, beide aus Hann.-Münden, konnten das Rennen in einer Reitzeit von 5 Stunden und 12 Minuten (14,04 km/h) für sich entscheiden. Sehr erfolgreich aus dem Alten Amt waren auch Lena Wüstefeld, die nach fünf Stunden und 40 Minuten (12,88 km/h) reiner Reitzeit die Ziellinie überquerte sowie die auch erst 13jährige Lara Schulze aus Westerhof, die mit Courage, einem Arabermix, für die 73 Kilometer zwei Minuten länger brauchte.  

Auf der 48 Kilometer-Strecke gab es nur einen Reiter, der das Ziel nicht erreichte. Die anderen neun Starter blieben in der Wertung. Den ersten Platz teilten sich Lena Skopek aus Holle mit dem Fjordpferd Otis und Jana Schleiff aus dem brandenburgischen Brück, die eine polnisches Warmblut ritt, mit einer Reitzeit von vier Stunden und 45 Minuten (10,11 km/h).

Auch bei den 33-Kilometer Reitern gab es lediglich einen Ausfall. Die schnellsten waren hier mit drei Stunden und einer Minute (10,94 km/h) Marika Lepa aus Warburg, Henning Kopperschmidt aus Hattorf und Michael Lohrberg aus Bad Grund.

Am Sonntag gingen noch einmal 13 Reiter auf die 48-Kilometer-Strecke, zum Teil Reiter und Pferde, die am Tag zuvor schon teilgenommen hatten. Das Wetter war an diesem Tag pferdefreundlicher, was sich in den Reitzeiten bemerkbar machte. Nach nur drei Stunden und 24 Minuten (14,21 km/h) erreichten Jana Schleiff aus Brück und Elke Schulze aus Westerhof und dem Arabermix Courage, der am Tag zuvor die 73 Kilometer gelaufen war, das Ziel und konnten damit das Rennen für sich entscheiden. Sehr bemerkenswert ist die Leistung von Lena Wüstefeld aus Echte, die ebenfalls diesen Ritt in der Wertung beendete und somit 121 Kilometer mit ihrem Hannoveraner Aylaa an diesem Wochenende zurücklegte. Rebekka Gerke, ebenfalls Mitglied des veranstaltenden Vereins, und ihr Islandpony Vik vom Hirschberg, beendeten den Ritt mit einer Reitzeit von vier Stunden und sieben Minuten in der Wertung.

Auch für den Nachwuchs wird viel getan im Reit- und Fahrverein Oldershausen Altes Amt. Sechs Reiter und Reiterinnen gingen am Sonntagmorgen, jeweils begleitet von einem Erwachsenen, auf die acht Kilometer lange Strecke der Kinderdistanz rund um Echte. Schon nach einer Stunde und neun Minuten erreichte Jakob Lemke aus Eboldshausen mit Pony Lilly das Ziel und konnte die goldene Siegerschleife entgegennehmen

Es war wieder eine ausgezeichnet organisierte Veranstaltung, zu der die Distanzreiter und -fahrer immer wieder gerne kommen. Besonders hervorzuheben ist der unermüdliche Einsatz der Vereinsmitglieder, die stets freundlich bleiben, und die hervorragende kulinarische Versorgung während der Veranstaltung. Wer sich davon überzeugen möchte, ist herzlich eingeladen am 22. September an der Reiterrallye teilzunehmen. Auch Besucher ohne Pferd sind herzlich auf der Pferdesportanlage in Echte willkommen. (Text: Elke Schulze)


Erster CEI 1* auf der 2. Kranz Distanz in Förste

Die "Kranz Distanz" in Förste, Südniedersachsen, startete die Saison mit einem neuen FEI-Event (CEI*80 km) für Deutschland. Für die meisten Reiterwar es dererste Rittin derSaison, welcherdurch das südharzer Vorland führte.  An diesem Wochenende im Aprilgab es nationale Ritteund Fahrten von 28 km bis 108 km und ein internationalenFEI-Rittüber 80 km 1* und JY 1*. Die Wettervorhersage Ende April war nicht gut, und es sollte das ganze Wochenende regnen. Nichts desto  trotz  kamen  dieersten  Teilnehmer  am  Donnerstag  und  Freitag  auf  der  lokalen  Rennbahn in Förste an und bereiteten alles für den Start am Samstagmorgen vor. Auf  dem  CEI*  starteten  zehn  Reiter bei den  Senioren  und  drei  Reiter beiden Junioren. Ein internationales  Flair  erhielt  der  Ritt  durch  die  Teilnahme  einer  Reiterin  aus  der  Schweiz  und  eines Reiters aus Saudi-Arabien.Nachdem  alle  Pferde  am  Freitag  und  Samstag  von  den  Tierärzten  untersucht wurden,  starteten  die ersten Reiter7 Uhr morgens in die erste Runde. Glücklicherweise bei trockenem Wetter und späterem Sonnenschein. Leider  wurde  bald  festgestellt,  dass  Teile  der  Strecke  durch  Fremde  ummarkiert wurden, was von den Reitern gemeldet und schnell durch den Veranstalter korrigiert werden konnte. Fünf verschiedene Schleifen führten die 42Starter durch Wald und Felder rund um Förste. Am Morgen war das Gras vom Tau noch nass, was bei Reitern und Fahrern Vorsicht walten ließ. Aber neben den Bodenverhältnissen  gab  es  auch  einige  Bergeund  dazu  auch  Höhenmeterzu  überwinden.  Auf  der langen  Strecke  über  108  km  Nationalritt  mussten  die  Pferde  Berge  mit  über  1.600  Höhenmetern überqueren. Rückblickend beschrieben  die Teilnehmerdie Strecke als  schwierig,  hart,  technisch anspruchsvoll, aber gut und schön zu reiten. Auf 80 km international, überquerte Claudia Bretthauer mit Altana S Samara in einer Zeit von 5:04:15als Erste die Ziellinie, dicht gefolgt von Heike Gerdiken mit FE Sherifa. Den dritten Platz belegte Tanja Borer aus der Schweiz mit ihrem Wallach Fareed Aziz. Leider konnte keiner der drei Junioren den Ritt in der Wertung beenden. Auf den nationalen 108 km überquerten drei Reitergleichzeitig die Ziellinie mit einer Reitzeitvon 8:01. Elke  Schulze  mit Courage,  Archie  Jürgen  Deneke  mit  Edil`s  Evolution  und  Bernhard  Dornsiepen  mit seinem Rio belegten den ersten Platz. Die Fahrt über 108 km gewann Christina Böker mit ihrem Traber Molimo.Die Reiter und Fahrer des KDR/KRFund MDR/MDFkonnten fast alleden Wettbewerb in der Wertung beenden.Zusammenfassend  lässt  sich  sagen,  dass  es  eine  schöne  Veranstaltung  war,mit  einem  positiven Feedback der Teilnehmer. Das Wetter hielt sich bis zur Siegerehrungund die Reiter konnten während des  Rittes die  Schönheit  der  Natur  bei  Sonnenschein  genießen. Bezüglich  derStreckenlänge  war  für jeden Reiter etwas dabei, sodass Pferde und Reiter/Fahrereinen guten Start in die Saison 2019 hatten.Vielen Dank an den Reitverein Förste, die vielen freiwilligenHelfer, Tierärzte und Organisatoren des Aynur Endurance Teams von Anne Wegner, die diese Veranstaltung so großartig gemacht haben. Wir freuen uns auf den nächsten Distanzrittin Förste.